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Burkhard Ciupka-Schön
Burkhard Ciupka-Schön ist Mitbegründer der Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen und war von 1995 bis Ende 2000 deren Geschäftsführer. Er ist psychologischer Psychotherapeut und Ambulanzleiter in eigener Praxis. Als Dozent und Supervisor an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bildet er angehende Psychotherapeuten aus. Sein Therapie- und Lehrfokus sind Zwangserkrankungen. Burkhard Ciupka-Schön ist Autor des Buches Zwänge bewältigen - Ein Mutmachbuch*.
Alle Artikel von Burkhard Ciupka-Schön:

Wusstest du, dass viele Betroffene von Zwangserkrankungen ausschließlich von aufdringlichen Gedanken heimgesucht werden? Andere wiederum können nicht aufhören, über eine bestimmte Sache zu grübeln. Was aber alle Betroffene sehr belastet: Die unermüdliche Suche nach Gewissheit.

Zwangserkrankungen sind immer durch das Zusammenspiel von aufdringlichen Gedanken, unangenehmen Gefühlen und sich wiederholenden Zwangshandlungen oder Grübeleien charakterisiert. Erst bei genauer Betrachtung wird ersichtlich, warum Betroffene diesem Teufelskreis kaum entfliehen können - und wo sie etwas entgegensetzen können.

Hast du aufdringliche Gedanken, die davon handeln, dir selbst oder anderen Schaden zuzufügen? Dann könntest du unter aggressiven Zwangsgedanken leiden. Mithilfe von wissenschaftlich nachgewiesenen Strategien ist diese spezielle Form der Zwänge sehr gut therapierbar.

Nur ein kleiner Teil der Betroffenen findet in eine zielführende Behandlung. Neben erheblichen Lücken in der gesundheitlichen Versorgung sind es Scham und teilweise geringe Einsicht, die Betroffene davon abhalten sich frühzeitig professionelle Hilfe zu suchen. Dabei ist die Einsicht in den eigenen Zwang für eine erfolgreiche Therapie eine Grundvoraussetzung.

Zwangsgedanken sind sehr vielfältig - aber manche Zwangsgedanken treten häufiger auf als andere. In diesem Artikel findest du 100 Beispiele für häufige Zwangsgedanken.

Die kognitive Verhaltenstherapie einschließlich Exposition und Reaktionsverhinderung gilt als der Goldstandard für die Therapie von Zwängen und wird von anerkannten Spezialisten, Wissenschaftlern und therapeutischen Fachorganisationen (z.B. DGPPN) als Therapie der ersten Wahl empfohlen. Der folgende Artikel erklärt, was es dabei auf sich hat - und was dich zu Beginn der Therapie erwartet.

Zwangshandlungen sind sehr vielfältig - aber manche Zwangshandlungen treten häufiger auf als andere. In diesem Artikel findest du 100 Beispiele für häufige Zwangshandlungen.

Hast du aufdringliche, ungewünschte Gedanken, andere Menschen sexuell zu belästigen? Hast du Zweifel an deiner sexuellen Orientierung oder sexuelle Fantasien, die du als inakzeptabel oder abstoßend erachtest? Dann könntest du unter sexuellen Zwangsgedanken leiden. Mithilfe von wissenschaftlich nachgewiesenen Strategien ist diese spezielle Form der Zwänge gut behandelbar.

Die kognitive Therapie hilft dir zu erkennen, welche falschen Glaubenssätze deinen Zwang am Leben halten. Wir stellen dir hier zunächst einige typische zwanghafte Mythen vor. Hast du erst einmal diese zwanghaften Mythen durchschaut, kannst du deinem Zwang besser auf Augenhöhe begegnen und anfangen, dich endlich gegen ihn zu wehren. Die zwanghaften Mythen, die wir hier vorstellen, finden erfahrene Therapeuten immer wieder bei Menschen, die unter Zwängen leiden. Über diese verbreiteten Mythen hinaus hat wohl jeder Betroffene seine ganz eigenen falschen Glaubensätzen entwickelt, die automatisch und unbewusst ablaufen.

Leidest du unter einer Zwangsstörung, hast du dich sicher schon mal gefragt, wieso gerade du davon betroffen bist. Eine Antwort auf diese Frage zu finden, ist gar nicht leicht. Wahrscheinlich weil es mehrere Ursachen gleichzeitig gibt, deren Kombination bei jedem Betroffenen eine andere ist. Eine Spurensuche.

Bei Expositionen lernst du, dich deinen Ängsten und Befürchtungen zu stellen, ohne zu neutralisieren, zu vermeiden, zu grübeln oder irgendwelche anderen Zwangshandlungen auszuführen. Dieser Artikel zeigt dir, wieso und wie dieser zunächst unerwartete Ansatz funktioniert.

Die verwirrende Vielfalt an Zwangsgedanken, Anspannungen und Zwangshandlungen trüben leicht den Blick für das Wesentliche, das hinter den Erscheinungen der verschiedenartigen Zwangsstörungen steht. Gerüchteweise ist von Betroffenen und Profis immer wieder davon zu hören, dass einige Formen des Zwanges leichter oder schwerer behandelbar sind. Unseres Erachtens überwiegen aber eindeutig die Gemeinsamkeiten der Zwänge. Mit dem Konzept der „Big Five of OCD“ beschreiben wir fünf wesentliche Merkmale, die wir bei jeder Variante der Zwangsstörung antreffen. Damit wollen wir Verwirrungen, Unstimmigkeiten oder selbsterfüllenden Prophezeiungen („Mein Zwang ist so ungewöhnlich, da lässt sich bestimmt nichts machen!“) vorbeugen. Die Big Five liefern interessante Ansätze für Therapie und Selbsthilfe auf der Lebensbühne.

Raus aus der Theorie und hinein in die Praxis: In diesem Artikel erfährst du, wie du deine Expositionen richtig planst und durchführst - und wieso du keine Angst vor deiner ersten Exposition haben musst.

Der Trend bei der Verhaltenstherapie von Zwangserkrankungen geht zu Exposition in wohnortsnahen Bereichen, wo die allermeisten Zwänge auch zu Hause sind. In diesem Sinne könnte in der Zukunft die Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen (Psychiater, Psychologen, Ergotherapeuten und Sozialarbeiter) mit professionalisierten Selbsthilfegruppen eine Schlüsselrolle bei Konfrontation der Zwänge am Wohnort zukommen.

Plagen dich ununterbrochen philosophische Fragen über die Existenz und den Sinn des Lebens? Versuchst du, dir diese Fragen durch stundenlanges Grübeln und Analysieren zu beantworten - drehst dich jedoch ständig nur im Kreis? Falls du dich darin wiedererkennst, könntest du unter existenziellen Zwangsgedanken leiden. Mithilfe von wissenschaftlich nachgewiesenen Strategien ist auch diese spezielle Form der Zwangsstörungen gut therapierbar.

Expositionen korrekt durchzuführen ist auch für Experten meist kein einfaches Unterfangen. Der Zwang ist tückisch, trickreich und schwer durchschaubar. Wir zeigen dir die häufigsten Fallstricke, die bei Expositionen gegen Zwänge auftreten können.

„Erkenne Dich selbst!“ - Dies immer der erste Schritt auf dem Weg aus der Zwangserkrankung. Nur wenn ich das System aus Zwangsgedanken, Anspannungen und Zwangshandlungen umfassend durchschaut habe, kann ich mich nach einer bewussten Entscheidung und willentlichen Anstrengungsleistung dagegen wenden. Mit dieser Artikelreihe helfen wir dir, mehr über deine Zwangserkrankung zu erfahren und deine Zwangsgedanken und Zwangshandlungen aufzuspüren.

Du hast nun ein Bild bekommen, wie die kognitive Verhaltenstherapie bei Zwängen angewendet wird, aber weißt nicht, wie du konkret weitermachen sollst? In diesem Artikel findest du einige Vorschläge sowie Hinweise zu der verwendeten Literatur.

Die Zwangsstörung ist eine Krankheit mit vielen Facetten und Erscheinungsbildern. Von eher klassischen Wasch- oder Ordnungszwängen bis hin zu religiösen Zwängen, aggressiven oder sexuellen Zwangsgedanken scheint der Zwangsstörung inhaltlich keine Grenze gesetzt zu sein.

Hast du große Angst davor, Stimmen zu hören oder Dinge zu sehen, die nicht real sind? Löst der Gedanke, dass du schizophren oder psychotisch sein oder werden könntest, starke Ängste und Verzweiflung in dir aus? Kontrollierst du dich ständig auf psychotische Symptome und recherchierst diese exzessiv im Internet oder in anderen Informationsquellen? Falls du dich darin wiedererkennst, könntest du unter Zwangsgedanken rund um das Thema Psychose und Schizophrenie leiden. Mithilfe verhaltenstherapeutischer Verfahren gelten Zwangsgedanken heutzutage als sehr gut therapierbar.

Schwerpunkt dieses Artikels sind religiöse Zwänge, die wohl etwas aus der Mode gekommen sind, weil Therapeuten sich häufig nicht zuständig fühlen und ihren Klienten in ihren religiösen Vorstellungen nur halbherzig folgen. Sowohl in der Forschung und als auch in der Literatur sind religiöse Zwänge bisher weitestgehend ignoriert worden.

Wie kann journalistische Berichterstattung dazu beitragen, Tabu-Themen, um psychische Erkrankungen aus dem Verborgenen zu holen? Alicia Schweizer spricht mit dem Spezialisten für Zwangsstörungen Burkhard Ciupka-Schön darüber, wie Medieninhalte diesen Themen gerecht werden können, weshalb Medienarbeit auch für Therapeut:innen und Betroffene wichtig ist und was er sich von Journalist:innen in der Berichterstattung wünscht, um Tabus zu brechen.

Die Einnahme von bestimmten Medikamenten (Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer / SSRI) und die kognitive Verhaltenstherapie (Reizkonfrontation mit Reaktionsverhinderung, aufsuchend unter Wohnortbedingungen) sind gemäß den aktuellen Leitlinien der DGPPN unbestritten die erste Wahl bei der Therapie von Zwängen. „Achtsamkeit" ist ein neuer vielversprechender Trend in der kognitiven Verhaltenstherapie für die Behandlung von Zwangsstörungen, der sich gut in das Behandlungssystem aus Exposition und SSRI einfügen lässt.